Zwischensparrendämmung
Der Klassiker beim ausgebauten Dachgeschoss – von innen und ohne neues Dach.
Was ist das?
Die Dämmung wird zwischen den Dachsparren eingebracht, innen folgen Luftdichtheitsebene und Bekleidung (meist Gipskarton).
Wann ist es sinnvoll?
Wenn das Dachgeschoss bewohnt ist und die Eindeckung noch in Ordnung ist, oder wenn der Innenausbau ohnehin erneuert wird.
Vorteile
- Deutlich günstiger als eine Aufsparrendämmung
- Kein Abdecken des Daches nötig
- Gut in Eigenleistungsnähe planbar (Ausführung dennoch fachlich prüfen)
Nachteile
- Dämmdicke durch Sparrenhöhe begrenzt
- Sparren bilden Wärmebrücken
- Arbeiten finden im bewohnten Raum statt
Grobe Kosten
ca. 70–120 €/m² Dachfläche (grober Orientierungswert).
Typische Einsatzbereiche
- Ausgebautes oder künftig ausgebautes Dachgeschoss
- Intakte Dacheindeckung
Worauf solltest du achten?
- Luftdichtheit und Dampfbremse müssen sorgfältig ausgeführt werden
- Konstruktionsaufbau prüfen (Unterspannbahn vorhanden?)
- Feuchteschutz rechnerisch prüfen lassen
Wann solltest du eine andere Lösung prüfen?
Reicht die Sparrenhöhe nicht, kann eine zusätzliche Untersparrendämmung ergänzen. Bei unbeheiztem Dachboden ist die oberste Geschossdecke klar günstiger.
Der Hausklar-Sanierungscheck liefert eine unverbindliche erste Orientierung auf Basis der eingegebenen Angaben. Die Ergebnisse ersetzen keine individuelle Energieberatung, Heizlastberechnung, Fachplanung oder verbindliche Kostenschätzung eines Fachbetriebs.