SanierungswissenGebäudehülle

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Die verbreitete Lösung für die Außenwanddämmung einschaliger Mauerwerke.

Was ist das?

Dämmplatten werden außen auf die Wand geklebt und gedübelt, darüber kommen Armierung und Putz.

Wann ist es sinnvoll?

Bei ungedämmtem, einschaligem Mauerwerk – besonders wenn die Fassade ohnehin erneuert wird.

Vorteile

  • Große Einsparwirkung bei ungedämmten Wänden
  • Deutlich wärmere Innenwandoberflächen, weniger Schimmelrisiko
  • Fassade wird optisch erneuert

Nachteile

  • Vergleichsweise hohe Kosten und Gerüstaufwand
  • Fassadendetails (Dachüberstand, Fensterbänke) müssen angepasst werden
  • Optik und Fassadengliederung verändern sich

Grobe Kosten

ca. 160–200 €/m² Fassadenfläche (grober Orientierungswert).

Typische Einsatzbereiche

  • Einschaliges Mauerwerk
  • Putzfassade mit Renovierungsbedarf

Worauf solltest du achten?

  • Anschlüsse an Fenster und Rollladenkästen sauber planen
  • Bei Denkmalschutz und Sichtmauerwerk oft nicht möglich
  • Nach der Dämmung Lüftungsverhalten anpassen

Wann solltest du eine andere Lösung prüfen?

Bei zweischaligem Mauerwerk ist eine Kerndämmung meist viel günstiger. Bei erhaltenswerter Fassade kommt Innendämmung in Frage – immer mit Feuchteschutznachweis.

Der Hausklar-Sanierungscheck liefert eine unverbindliche erste Orientierung auf Basis der eingegebenen Angaben. Die Ergebnisse ersetzen keine individuelle Energieberatung, Heizlastberechnung, Fachplanung oder verbindliche Kostenschätzung eines Fachbetriebs.