Wärmepumpe
Nutzt Umweltwärme und Strom – entscheidend ist die Vorlauftemperatur.
Was ist das?
Eine Wärmepumpe entzieht der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Luft-Wasser-Geräte sind am verbreitetsten.
Wann ist es sinnvoll?
Wenn das Gebäude bei moderater Vorlauftemperatur warm wird – also bei Flächenheizung oder ausreichend großen Heizkörpern und solider Gebäudehülle.
Vorteile
- Keine Brennstofflieferung, kein Schornstein nötig
- Gute Kombination mit PV-Strom
- Kühlen im Sommer teilweise möglich
Nachteile
- Höhere Investitionskosten
- Effizienz sinkt mit steigender Vorlauftemperatur
- Aufstellort und Schallschutz müssen geplant werden
Grobe Kosten
Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 30.000–42.000 € inkl. Einbau (grober Orientierungswert, ohne Förderung).
Typische Einsatzbereiche
- Fußbodenheizung
- Teilsanierter Altbau mit großen Heizkörpern
- Neubau
Worauf solltest du achten?
- Heizlastberechnung und Heizflächenprüfung vor der Bestellung
- Hydraulischer Abgleich und sinnvolle Regelung
- Schallabstand zu Nachbarn
Wann solltest du eine andere Lösung prüfen?
Heizkörper schließen eine Wärmepumpe nicht automatisch aus. Erst wenn sehr hohe Vorlauftemperaturen nötig bleiben, sind Fernwärme, Pellets oder eine Hybridlösung näher zu prüfen.
Der Hausklar-Sanierungscheck liefert eine unverbindliche erste Orientierung auf Basis der eingegebenen Angaben. Die Ergebnisse ersetzen keine individuelle Energieberatung, Heizlastberechnung, Fachplanung oder verbindliche Kostenschätzung eines Fachbetriebs.