SanierungswissenGebäudehülle

Aufsparrendämmung

Dämmung oberhalb der Sparren – der technisch beste Weg beim ausgebauten Dach.

Was ist das?

Bei der Aufsparrendämmung wird die Dämmung von außen oberhalb der Dachsparren verlegt. Dafür muss das Dach abgedeckt und anschließend neu eingedeckt werden.

Wann ist es sinnvoll?

Besonders interessant, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt werden soll oder das Dachgeschoss bewohnt ist und der Innenraum nicht angetastet werden soll.

Vorteile

  • Sehr guter, durchgehender Wärmeschutz
  • Reduziert Wärmebrücken, weil die Dämmebene nicht von Sparren unterbrochen wird
  • Innenraum bleibt bewohnbar, Raumhöhe bleibt erhalten
  • Sichtbare Sparren im Innenraum möglich

Nachteile

  • Höhere Kosten, weil Eindeckung und Gerüst dazugehören
  • Nur mit Dachabdeckung umsetzbar
  • Dachrand, Anschlüsse und Ortgang müssen angepasst werden

Grobe Kosten

ca. 130–200 €/m² Dachfläche inklusive Neueindeckung (grober Orientierungswert).

Typische Einsatzbereiche

  • Ausgebautes Dachgeschoss
  • Dach mit Sanierungsbedarf
  • Geplante Neueindeckung

Worauf solltest du achten?

  • Nur sinnvoll, wenn Dachstuhl und Eindeckung gemeinsam betrachtet werden
  • Höhenlage von Anschlüssen an Nachbargebäude und Schornstein prüfen
  • Luftdichtheitsebene sauber ausführen lassen

Wann solltest du eine andere Lösung prüfen?

Wenn die Eindeckung noch viele Jahre hält, ist eine Zwischensparrendämmung oder – bei unbeheiztem Dachboden – die oberste Geschossdecke meist wirtschaftlicher.

Der Hausklar-Sanierungscheck liefert eine unverbindliche erste Orientierung auf Basis der eingegebenen Angaben. Die Ergebnisse ersetzen keine individuelle Energieberatung, Heizlastberechnung, Fachplanung oder verbindliche Kostenschätzung eines Fachbetriebs.